Zeittafel
1942 Exhumierung von Alberik Zwyssigs Gebeinen und Überführung in die Schweiz
1943 Umbestattung der Gebeine Alberik Zwyssigs in Bauen UR
Initiative P. Aschwanden, Exhumierung, Umbestattung
(Privatarchiv Friedrich Gisler, August Püntener «50 Jahre Stiftung Zwyssighaus», Drehbuch «Alberik», Mitteilungen von Altabt P. Kassian Lauterer; siehe Quellenverzeichnis)
Vom Besuch eines Kinos in der Nähe des Schweizerischen Bundeshauses Bern zurückkehrend, unterhielt sich Bundespräsident Philipp Etter mit Vizepräsident Ernst Wetter über die vor dem Hauptfilm ausgestrahlte Wochenschau. Besorgt äusserten sie sich über den am 22. Juni 1941 erfolgten Angriff der deutschen Wehrmacht auf die Sowjetunion.
„Nun hat er es doch gewagt, den Angriff auf Russland …“, meinte besorgt der Winterthurer Ernst Wetter.
„An Russland wird sich Hitler die Zähne ausbeissen!“
„Schon Napoleon musste es erfahren: Der Winter wird den Aggressoren einen Strich durch die Rechnung ziehen!“
„Weisst Du, Ernst, was mich als Konservativen mit grosser Sorge erfüllt, und es dürfte dich als Liberalen auch interessieren. Schau mal, was mir da mein Landsmann aus Zug geschrieben hat, ein junger Rechtsanwalt: Dr. Aschwanden, Paul Aschwanden …“

Dabei nahm er ein Couvert hervor, zog den Brief heraus und streckte ihn Ernst Wetter hin. Dieser überflog das Schreiben.
„Ja, von der Aufhebung des Klosters Mehrerau habe ich auch gehört! Und von der Vertreibung der Mönche …Wie vor hundert Jahren die Aargauer Mönche vertrieben wurden!“
„Alberik Zwyssig und seine Gefährten hatten einst im Kloster Mehrerau eine neue Heimat gefunden, und Alberik war der erste, der in fremder Erde bestattet wurde, er, der zusammen mit einem Urahnen der Liberalen, eurem Leonhard Widmer, den Schweizerpsalm geschaffen hat.“
„Ja! Der Schweizerpsalm! Ein überkonfessionelles Gemeinschaftswerk! Entstanden in der schwierigen Zeit vor der Entstehung unseres Bundesstaates, als wir uns noch blutig bekämpften!“
„Paul Aschwanden möchte, dass wir die Gebeine Alberik Zwyssigs in die Schweiz überführen, denn die Klostergebäude sind in Gefahr, und auch der Friedhof. Die Nazis scheuen vor nichts zurück. Auch im heimtückisch überfallenen Österreich haben sie schon viele jüdischen Grabmäler zerstört, und wenn sie in den aufgehobenen Klöstern ebenso verfahren …?”
„Philipp, wir werden Dr. Aschwanden unterstützen. Hast du schon etwas unternommen?“
„Ja, ich hatte Rücksprache mit dem Departement für Auswärtiges. Es sind bereits Kontakte geknüpft mit unserem Botschafter in Bregenz, Karl Bitz.“
Der Exhumierung der Gebeine des Schweizerpsalmkomponisten gingen monatelange Verhandlungen und Abklärungen voraus.
Reichsgauleiter Franz Hofer, von Geburt aus Katholik, stand dem Begehren wohlwollend gegenüber, wollte sich aber gegen allfällige Einwände absichern und leitete das Gesuch an das Auswärtige Amt in Berlin weiter. Als das Gesuch auf den Tisch des Aussenministers Joachim von Ribbentrop flatterte, war es schon von verschiedenen Vorinstanzen geprüft, mit Bedingungen verknüpft und mit Auflagen versehen worden.
Hitler hatte am 22. Juni 1941 das Unternehmen Barbarossa, den Russlandfeldzug losgetreten. Ohne Kriegserklärung fielen 3 Millionen deutsche Soldaten, die von 600 000 Soldaten aus Finnland, Italien, Rumänien, Ungarn und der Slowakei unterstützt wurden, in Russland ein. Schon nach einem Monat hatte die Wehrmacht über 300 000 Gefangene gemacht und über 3000 russische Panzer zerstört. Die Erfolge wollten nicht aufhören. Allerdings gab es mittlerweile auch Verluste auf Seiten der deutschen Wehrmacht. Die Schlachten um die Städte Minsk und Smolensk forderten viele Opfer auch auf deutscher Seite. Ziel war die sowjetische Hauptstadt Moskau, auf die die Heeresgruppe Mitte weiter vorrückte. Im Norden fand der Kampf um eine weitere wichtige russische Stadt, Leningrad, statt. Hierbei sollten 1,1 Millionen Zivilisten ihr Leben verlieren. Die meisten verhungerten, weil die Wehrmacht die Stadt abriegelte.
Mitte August begann der Angriff auf die Stadt Kiew, der zu einer der größten Kesselschlachten der Weltgeschichte werden sollte. Auch hier waren die deutschen Truppen wieder siegreich, viele Soldaten der Roten Armee gerieten in Kriegsgefangenschaft.

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Im Hochgefühl, demnächst Moskau einnehmen zu können, betrat Hitler am 12. November 1941 das Auswärtige Amt und liess sich ins Büro des Reichs-aussenministers eskortieren.
Nach der üblichen Begrüssung mit Hitlergruss und „Sieg, Heil!“ unterhielt sich der Führer mit Rippentrop über die aktuelle Kriegslage. Beiläufig fragte der Diktator:
„Was haben Sie denn da für einen Wisch vor sich? Ich sehe ein Schweizerkreuz!“
„Ein Gesuch um die Exhumierung einer Leiche! Der Reichsgauleiter von Tirol und Vorarlberg, Franz Hofer, hat es mir vorgelegt. Der Komponist des Schweizerpsalms soll exhumiert und in die Schweiz überführt werden …“
„Was wollen diese Stachelschweine!?“
„Sie haben richtig gehört, mein Führer … Es bedeutet den Eidgenossen sehr viel, den vor 100 Jahren nach Österreich vertriebenen Mönch in der Schweiz beerdigt zu wissen …“
„Meinetwegen. Haben Sie die nötigen Bedingungen gestellt?“
„Ja, mein Führer, unsere Vorinstanzen haben alles geprüft und geregelt. So sollen beim Transport möglichste Diskretion gewahrt und politische Demonstrationen vermieden werden. Sie wissen ja, der Schweizerpsalm wird vor allem in Militärkreisen sehr geschätzt …“
„Gut, gut, gut“ skandierte maschinengewehrartig der Diktator, „ich vertraue Ihnen!“
Damit war die Diskussion um die Exhumierung der sterblichen Überreste Alberik Zwyssigs beendet und wurde vom Thema Russlandfeldzug abgelöst.
Die vielen weiteren Fragen und Abklärungen um die bevorstehende Exhumierung, Überführung und Umbestattung der Gebeine Alberik Zwyssigs wurden durch schweizerische Amtsstellen geprüft.
Schliesslich war es soweit, und mit den Behörden von Bregenz wurde der 14. August 1942, 16 Uhr, als Zeitpunkt der Exhumierung festgesetzt.

Die Gauleitung legte grossen Wert darauf, dass die Exhumierung rein zivilen Charakter hatte. Dies sollte auch aus der Fotodokumentation hervorgehen, die sie anordnete. In Eile hatten vor dem angesetzten Termin einige Gehilfen der Gestapo ein paar von den Invasoren im Jahre 1938 umgekippte Grabsteine wiederaufgerichtet. Pünktlich um vier Uhr begannen unter Aufsicht eines Gestapotrupps Leichenbestatter Hämmerle und Sohn, den Bestattungsort Alberik Zwyssigs freizuschaufeln. Neben der Grabstätte stand ein Zinnsarg zur Aufnahme der Gebeine bereit.
Jetzt trat der amtlich bestellte Fotograf herbei und stellte seine Apparaturen auf. Der Anführer des Gestapotrupps begrüsste ihn und gab gestikulierend verschiedene Anweisungen, zeigte dabei auf die frisch hergerichtete Reihe von Grabkreuzen und auf die Grabstätte Alberik Zwysigs. Pater Adalbert Roder, Pfarrer in Mehrerau, näherte sich ebenfalls der Grabstätte, in Zivilkleidung, wie ihm seinerzeit befohlen worden war.
Gebieterisch stemmte sich der Gestapochef vor Leichenbestatter Hämmerle und Sohn, die ordnungsgemäss eine Binde mit den Naziemblemen am Oberarm trugen.
„Weg mit der Binde!“ kommandierte der Rottenführer.
Verwundert streiften Vater und Sohn die Binde ab.
„Und Sie!“ befahl er Pater Adalbert, „Sie ziehen Ihre Priesterkleidung an!“
„Aber es ist mir doch verboten!“
Heimtückisch zum Fotographen grinsend, fuhr er den Priester an:
„Machen Sie, was ich befohlen habe!“ und entfernte sich in Richtung des Hofes zwischen dem Eingang des Klosters und dem ehemaligen Kollegium St. Bernardi, jetzt NS-Schülerheim, von dessen oberen Fenstern zwei Hakenkreuzfahnen im Winde flatterten. Auf dem Gelände vor dem grossen Gebäude exerzierten frisch eingezogene Soldaten.
Plötzlich ertönte Motorenlärm. Zwei Motorradfahrer eskortierten den Wagen des Kreisleiters Hans Dietrich, in dem auch Sanitätsdirektor Dr. Theodor Leubner und Dr. Ebenbichler vom Landratsamt Vorarlberg sassen.
In diskretem Abstand folgte der Wagen des Schweizer Botschafters Karl Bitz. Auf dem Rücksitz lag ein Lorbeerkranz. Zwei Torwächter und der eben bei der Klosterpforte eingetroffene Anführer des Gestapotrupps empfingen mit Hitlergruss Kreisleiter Dietrich, öffneten die Türe seines Wagens und geleiteten ihn zum Eingang des Klosters. Der Gestapoführer lief hinter Dietrich, Leubner und Ebenbichler.
Kurz darauf fuhren Botschafter Karl Bitz und der Konsulatsbeamte Willy Doppler vor und betraten das Kloster.
Die ehemalige Prälatur war in einen Verwaltungsraum umfunktioniert worden. An der Wand prangte ein Bild Adolf Hitlers. Am Pult sass Klosterverwalter Robert Stecher. Auch er trug eine Nazibinde am Arm.
Es klopfte.
„Herein!“
Ein Uniformierter kündigte die hohen Besucher an.
„Melde gehorsamst: Kreisleiter Hans Dietrich, Sanitätsrat Dr. Leubner und Dr. Ebenbichler!“
Blitzartig erhob sich Robert Stecher und begrüsste die drei Eintretenden mit Hitlergruss.
„Was verschafft mir die Ehre?“
„Nun, Sie wissen ja“, sprach der Kreisleiter, „der Reichsgauleiter für Tirol und Vorarlberg, Franz Hofer hat, im Einverständnis mit dem Auswärtigen Amt in Berlin, dem Schweizer Konsulat die Erlaubnis erteilt, die Gebeine dieses, dieses …”
Es klopfte wieder.
„Lassen Sie eintreten!“ befahl Robert Stecher dem Uniformierten.
Dieser liess den elegant gekleideten Botschafter Karl Bitz und den Konsulatsbeamten Willy Doppler eintreten.
„Sie kommen gerade recht! Wie heisst dieser Herr, den Sie heute auszugraben gedenken?“
„Pater Alberik Zwyssig“, sprach der Botschafter.
„Ach ja! Zwyssig.“
Und zu Dr. Leubner gewandt:
„Haben Sie die amtlichen Formulare mitgebracht?“
Dr. Leubner nickte.
„Kann ich mal sehen?“
Dr. Leubner nahm eine Mappe hervor und unterbreitete Kreisleiter Dietrich die verschiedenen Dokumente. Dieser warf einen flüchtigen Blick darauf, nickte und wandte sich an den Verwalter:
„Und Sie, Herr Stecher, Sie begleiten Botschafter Bitz, Dr. Leubner und Dr. Ebenbichler an die Grabstätte! Bitte meine Herren! An die Arbeit! Herr Stecher, entfernen Sie bitte die Binde!“
Grinsend ergänzte er:
„Ein Fotograf ist da!“
Beim Hinausgehen wandte sich der Kreisleiter kurz dem Kommandanten der neueingezogenen Dienstpflichtigen zu und begab sich ins NS-Schülerheim.
Die beiden Leichenbestatter, Vater und Sohn Hämmerle, hatten schon recht viel Erde hochgeschaufelt. Aus dem Grab ragte eine Leiter. Pfarrer Roder hatte inzwischen sein Priestergewand angezogen und stand daneben. Robert Stecher führte Botschafter Bitz, Dr. Leubner und Dr. Ebenbichler an die Grabungsstelle. Gespannt verfolgten die Umstehenden die Exhumierungsarbeiten. Plötzlich unterblieben die Schaufelbewegungen. Vater Hämmerle stieg aus der Grube und hielt einen Oberschenkelknochen in den Händen. Konsul Bitz nahm ihn ehrfurchtsvoll entgegen, zeigte ihn den Anwesenden und legte ihn in den Zinnsarg. Die Umstehenden warfen ab und zu einen neugierigen Blick in das Grabloch. Weitere Knochen wurden emporgetragen, gereinigt und in den Zinnsarg gelegt.

Als sich Laienbruder Christian Baur dem Grab näherte, stellte er zufrieden fest, dass noch einige Knochen unten lagen. Im Zinnsarg lagen der Schädel, Brustknochen, Ober– und Unterschenkelknochen sowie Ober– und Unterarme. Schliesslich wurde der Zinnsarg verschlossen und verschweisst. Dr. Leubner überreichte Botschafter Bitz die Dokumente. Die beiden Leichenbestatter trugen den Zinnsarg in den Mercedes des Botschafters.
Verschmitzt raunte Laienbruder Christian Pater Adalbert zu:

„Zum Glück haben sie noch ein paar Knochen unten gelassen!“
P. Adalbert war darüber ebenfalls nicht unglücklich, deutete aber dem Bruder an, nicht weiter darüber zu sprechen.
Einen Tag später, am 15. August 1941, fuhr Botschafter Karl Bitz den Zinnsarg in die Schweiz, wo die Gebeine Alberik Zwyssigs in der Ölbergkapelle zu Altdorf vorübergehend verwahrt werden sollten.
Schon steuerte der Botschafter seinen Mercedes auf den Kirchplatz. Dort wurde er von Pfarrer Karl Truttmann und Dr. Paul Aschwanden erwartet.
„Herr Dr. Aschwanden, freut mich!“
„Vielen Dank für Ihre Bemühungen, Herr Botschafter!“
Karl Bitz öffnete den Kofferraum. Pfarrer Truttmann und Dr. Aschwanden trugen den Zinnsarg zur Ölbergkapelle hinauf. Der Botschafter trug den Lorbeerkranz mit der Schlaufeninschrift „Dem unvergesslichen Komponisten / gewidmet von den Schweizern in Vorarlberg“ und legte ihn zu Füssen des Zinnsarges. Beim Kapelleneingang standen Konservatoriumsdirektor Carl Vogler, Dr. Franz Schmid und Aloys Muff[1].
Carl Vogler kniete nieder, wischte sich ein paar Tränen aus den Augen und sprach ergriffen:
„Alberik!“
Aloys Muff verbeugte sich vor dem Zinnsarg.
„Willkommen zu Hause!“
Die Männer unterhielten sich noch eine Weile. Zum Schluss sagte Dr. Schmid:
„Ein grosser Tag für die Eidgenossenschaft! Im Namen der Zwyssigstiftung danke ich Ihnen, Herr Botschafter, herzlich für die Rückführung des Schwei-zerpsalmkomponisten in seine Heimat. Ihnen, Herr Dr. Aschwanden, danke ich ganz herzlich für Ihre Initiative! … Zufrieden dürfen wir heute sagen:
,Ein grosser Sohn ist heimgekehrt!’ ”
Der Sarg wurde ins Innere der Kapelle getragen, wo er noch sehr lange verwahrt bleiben sein sollte, denn bis die Frage der endgültigen Grabstätte geregelt war, dauerte es noch über ein Jahr …
Endlich, am 18. November 1943, wurden Alberiks Gebeine in der Kirchenfassade von Bauen eingemauert. Anwesend waren Vertreter der Landes- und der Urner Regierung, unter ihnen Landammann Rudolf Huber, verschiedene Pfarrherren und weitere Persönlichkeiten. Nach dem Gottesdienst traten die geladenen Gäste aus der Kirche und bildeten einen Halbkreis um die künftige Grabstätte. Sie blickten auf die noch leere Nische in der Südfassade und die an die Kirchenfassade gelehnte Gedenkplatte. Zwei Helfer trugen den gläsernen Behälter mit den Gebeinen vor die leere Nische. Landammann Rudolf Huber, Pfarrer Karl Truttmann, Dr. Paul Aschwanden und Dr. Franz Schmid gaben kurze Erklärungen ab. Rudolf Huber eröffnete den Bestattungsakt.
„Der grosse Sohn der Gemeinde Bauen ist zur Stätte seiner Kindheit zurückgekehrt. Freude, Dank und Genugtuung erfüllt uns alle in diesem feierlichen Moment.“
Jetzt nahm, begleitet von zwei Altardienern, Kaplan Karl Gisler die Einsegnung der Totengruft vor. Er besprengte sie mit Weihwasser. Darauf sprach der Bauener Pfarrer Karl Truttmann.
„Via crucis – via lucis ! Durch Nacht zum Licht! Keine Worte könnten den Lebensweg unseres vor fast hundert Jahren Verstorbenen, in fremder Erde Beigesetzten und zur Heimat Zurückgekehrten besser umschreiben! Ewiges Licht leuchte dir nun im Schosse jener Kirche, in der du getauft wurdest.“
Jetzt äusserte sich Dr. Aschwanden.
„Lieber, guter Pater Alberik, nun ruhst du hier in heimatlicher Erde. Möge dein Schweizerpsalm immer und immer wieder die Herzen von uns Schweizern an die heimatliche Scholle knüpfen.“

Die beiden Helfer legten den gläsernen Behälter mit den Gebeinen Alberiks in die Nische. Zwei weitere Helfer hoben die Gedenkplatte und befestigten sie an der Kirchenmauer.
Zeittafel
1950 Initiative zur Feier des 100. Todesjahres von Alberik Zwyssig mit der Errichtung eines Denkmals
1951 Eduard Spörri beginnt mit dem Modellieren des Zwyssigengels.
1952 Beim Fussballspiel Schweiz – England werden zweimal die gleichen Hymnen(melodien) gespielt. Es erweist sich die Notwendigkeit des Verzichts auf „Rufst du mein Vaterland“.
1954 100. Todestag von Alberik Zwyssig. Im Kloster Wettingen wird im Rahmen einer grossen Feier das Denkmal von Eduard Spörri eingeweiht. Eine P. Alberik Zwyssig und dem Schweizerpsalm gewidmete Pro-Patria-Marke erscheint.
1961/1983 Der Bundesrat bestimmt den Schweizerpsalm zunächst provisorisch, dann definitiv zur Nationalhymne.
2027 800 Jahre Kloster Wettingen. Vision einer grossartigen Jubiläumsfeier mit 10-tägigem Festbetrieb, Festumzug, Sonderattraktionen, fiktiver Talkshow, Feuerwerk … In der Nacht vor der Talkshow werden dem Festorganisator in einem Traum die Zusammenhänge zwischen der Jesuitenhetze des 19. Jahrhunderts und den Judenverfolgungen 100 Jahre später bewusst. Die eigentliche Talkshow wird zum grossen Erfolg. Ein berühmter Ehrengast, dargestellt von einem Schweizer Schauspieler, beehrt die Talkrunde. Das Fest endet mit einem grandiosen Feuerwerk.
[1] Carl Vogler, Dr. Franz Schmid und Aloys Muff erwarben sich grosse Verdienste um die „Stiftung Zwyssighaus“, die 1934 das Zwyssighaus kaufen konnte